Die Deutsche Kirche



 



Nach der Fertigstellung des Bauensembles 1694 ist die Deutsche Kirche aber nie Hauptkirche geworden. Sie mußte sich mit Rolle der Filia (Tochterkirche) und dem in ihr amtierenden Archidiakonus zufrieden geben. Auch die Deutsche Kirche hat ihr Aussehen im Innern vor etwa 150 Jahren verändert.

Zu dieser Zeit erhielt die Deutsche Kirche eine neogotische Übermalung, unter der die Farbigkeit des spätbarocken Holzwerkes verschwunden ist. Eine neue Orgel (Schlag & Söhne, Schweidnitz/Schlesien) erhielt sie erst 1899 mit den Gründerzeitfenstern. Die Deutsche Kirche, abflachend teilweise "Stadtkirche" genannt, ist weiterhin die Gemeindekirche.

Durch den schlechten Bauzustand fand der letzte Gottesdienst 1963 statt. Erst nach aufwendigen Restaurierungsarbeiten konnten in der Deutschen Kirche seit 1975 wieder Gottesdienste gefeiert werden. In diesem Jahr wurde beschlossen, keine getrennten Gottesdienste mehr für die Stadt- und Landgemeinde zu halten und die gerade renovierte Deutsche Kirche zu nutzen.

 




Der Altar mit dem zutage gekommenen originalen Tafelgemälde nach Markus 16,6




 




 

hölzerne, polygone Kanzel
 
Fürstenloge


 





Die Orgel auf der Westempore wurde im Jahr 1899 von der Orgelbaufirma Schlag & Söhne aus Schweidnitz (Schlesien) erbaut. 1990 wurde die zweimanualige Orgel vom Mitteldeutschen Orgelbau Voigt (Bad Liebenwerda) generalüberholt.