Die Wendische Kirche





 



Mit der Germanisierung der wendischen Bevölkerung, besonders mittels des Zurückdrängens der wendischen Sprache durch Einstellung des wendischen Schulunterrichtes, kam es in den ersten Jahrzehnten des 20.Jahrhunderts zum starken Rückgang der wendischen Gottesdienste. Der damalige wendische Pfarrer berichtete, er habe 1932 die letzten wendischen Gottesdienste gehalten.

Nach der Zusammenlegung beider Kirchengemeinden und bedingt durch den auf Grund der politischen Verhältnisse entstandenen Mitgliederschwund fanden seit 1977 in der Wendischen Kirche keine Gottesdienste mehr statt. Das Gebäude verkam zunächst zur Rumpelkammer, war dann Einlagerungsstätte der vor dem Braunkohletagebau geretteten Dorfkirche von Pritzen.

Nach dem Wiederaufbau der Pritzener Kirche 1993/94 in Spremberg stand die Wendische Kirche leer. Die Kirche wurde der Stadt für seriöse Kultur angeboten und der Förderverein Wendische Kirche Vetschau e.V. trieb die Angelegenheit voran und so wird sie seit 1995 als "Kulturkirche" genutzt.

Der Förderverein steuerte seit dieser Zeit konsequent das Ziel der Sanierung der Wendischen Kirche und der Orgel innerhalb des Gesamtbauwerkes an. Im Ergebnis der Bemühungen fand in den Jahren 2000/01 die teilweise Restaurierung des Gesamtensembles mit der vorhergehenden Beseitigung aller Schäden unter Einsatz einer namhaften Fördermittelsumme statt.

Seit 1995 wird jährlich am Tag des offenen Denkmals wieder ein Gottesdienst in wendischer Sprache durchgeführt. Am 26.05.2013 wurde mit einem festlichen Konzert die restaurierte Kaltschmidtorgel wieder eingeweiht.


 




DOPPELEMPOREN MIT HOLZTONNENGEWÖLBE
   
 

Mitte des 19.Jahrhunderts wurde die flache Decke durch ein Holztonnengewölbe ersetzt und gleichzeitig
die durchgehenden Doppelemporen eingezogen.


ständige Ausstellung in Erinnerung an die durch die Braunkohletagebaue abgerissenen Kirchen der Region